Hydraulische Ingenieurleistungen – Kernnutzen für Industriekunden
Gültig ab 1. April 2025
Als spezialisierter Partner für großtechnische Wasserinfrastruktur liefern wir planbare Ergebnisse, die direkt auf die betrieblichen und regulatorischen Anforderungen unserer Auftraggeber zugeschnitten sind. Jeder der folgenden Punkte beschreibt einen konkreten Nutzen, der aus unserer Projekterfahrung im WHG-Umfeld resultiert.
1. WHG-konforme Anlagenplanung ohne Verzögerung
Jedes Bauvorhaben im Wasserrecht unterliegt strengen Genehmigungsverfahren nach § 68 WHG. Wir integrieren die erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnisse und Planfeststellungsbeschlüsse von der ersten Skizze an. Das bedeutet für Sie: keine Nachträge wegen fehlender Genehmigungen, keine zeitlichen Verschiebungen durch Behördenrückläufe.
- Prüfung der Standort- und Gewässereignung nach WHG § 6 (allgemeine Sorgfaltspflicht)
- Erstellung der erforderlichen Antragsunterlagen (Gewässerbenutzung, Ausbau, Unterhaltung)
- Abstimmung mit der zuständigen Wasserbehörde – von der Vorbesprechung bis zum Planfeststellungsbeschluss
- Integration von Kompensationsmaßnahmen (z. B. Fischaufstiegsanlagen, Auenrenaturierung)
2. Reduzierung der Betriebskosten um 25 % durch intelligente Steuerung
Unsere hydraulischen Systeme nutzen modulare Steuerungseinheiten, die den Energieverbrauch von Pumpen, Schiebern und Wehren dynamisch an den tatsächlichen Bedarf anpassen. In einem Referenzprojekt an der Elbe (Wehrmodernisierung) sank der Stromverbrauch der Hydraulikaggregate um 28 % – bei gleichbleibender Hochwassersicherheit.
- Einsatz von Frequenzumrichtern und bedarfsgeführter Pumpenregelung
- Fernüberwachung und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) über IoT-Sensoren
- Automatische Anpassung an Wasserstand und Abflussprognosen (Datenanbindung an Pegeldienste)
- Senkung der Personalkosten durch zentrale Leittechnik statt manueller Vor-Ort-Eingriffe
3. Nachweisbare Erhöhung der Hochwassersicherheit (Bemessungsereignis HQ200)
Unsere Bauwerke werden auf ein 200-jährliches Hochwasserereignis ausgelegt – das übertrifft die gesetzliche Mindestanforderung nach WHG § 73 (Hochwasserschutz) deutlich. Für ein Tidebauwerk an der Weser haben wir die Bemessungslast um 35 % gegenüber der ursprünglichen Planung erhöht, ohne die Baukosten zu überschreiten. Das Ergebnis: ein nachweisbarer Schutz für Industrieareale und kritische Infrastruktur.
- Hydraulische 2D-Modellierung (z. B. mit TELEMAC-Mascaret) für extreme Abflussszenarien
- Strukturelle Auslegung von Wehrpfeilern, Toren und Dichtungen auf dynamische Lasten
- Integration von Rückstauklappen und Notverschlüssen an betriebskritischen Punkten
- Dokumentation der Überflutungsnachweise für das jeweilige Gefahren- und Risikogebiet
4. Beschleunigte Bauzeit durch modulare Vormontage
Statt aufwendiger Ortbetonarbeiten setzen wir auf vorgefertigte Stahl- und Verbundbauteile, die parallel zur Baustellenvorbereitung in unserer Fertigungshalle montiert werden. Die Montagezeit vor Ort verkürzt sich dadurch um bis zu 40 % – ein entscheidender Vorteil bei laufendem Betrieb (z. B. in Häfen oder Kühlwassereinläufen).
- Vorfertigung von Wehrsegmenten, Schützen und Dichtrahmen unter kontrollierten Bedingungen
- Reduzierung von Nassbetonarbeiten und Trocknungszeiten
- Geringere Beeinträchtigung des Schiffs- und Anlagenverkehrs während der Bauphase
- Präzise Passgenauigkeit durch 3D-Vermessung und CNC-gesteuerte Bearbeitung
5. Ökologische Kontinuität – Fischaufstieg und Sedimentmanagement
Seit der Novelle des WHG 2016 ist die Durchgängigkeit von Gewässern für die Fischfauna verpflichtend. Wir planen und bauen funktionsfähige Fischaufstiegsanlagen (z. B. Vertical-Slot-Pässe, Denil-Rinnen) und kombinieren sie mit einem Sedimentmanagement, das Verlandungen und Kolmation vermeidet. So erfüllen Sie nicht nur die gesetzliche Auflage, sondern vermeiden spätere Nachrüstkosten.
- Hydraulische Dimensionierung der Passagen für die Zielarten (z. B. Lachs, Aal, Barbe)
- Kombination mit Geschiebeumleitungen und Spülklappen zur Sedimentdurchgängigkeit
- Monitoring der Funktionsfähigkeit mittels Fischzählern und Unterwasserkameras
- Anpassung der Steuerung an saisonale Abflussschwankungen und Laichzeiten
6. Transparente Kosten- und Termintreue durch integrierte Projektsteuerung
Jedes unserer Projekte wird von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur Inbetriebnahme mit einem digitalen Zwilling begleitet. Das bedeutet für Sie: monatliche Berichte über Ist-Kosten, Terminabweichungen und Risiken – kein Überraschungen. In den letzten fünf Jahren haben wir 94 % aller Meilensteine termingenau abgeliefert, Nachträge lagen im Schnitt unter 3 % der Auftragssumme.
- Einsatz von BIM (Building Information Modeling) für Kollisionsprüfung und Mengenermittlung
- Wöchentliche Baubesprechungen mit digitalem Protokoll und offenen Punkten
- Risikomanagement mit Frühwarnindikatoren (z. B. Wetter, Lieferketten, Genehmigungen)
- Gemeinsame Abnahme nach VOB/B und Übergabe der vollständigen Dokumentation (As-built-Pläne, Prüfprotokolle)